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25 Oktober 2010

Philippe Jaroussky und 'L'Arpeggiata' - Musik, die zu Herzen geht


Gestern Abend liess ich mich von musikalischen Sternschnuppen beleuchten, berieseln, beglücken.
Das Ensemble 'L'Arpeggiata' mit Christina Pluhar gab ein Konzert in der Stadt.
Als ich vor gut zwei Wochen Karten holte, sah der grosse Musiksaal noch ziemlich leer aus. Zuvorderst und fast in der Mitte hatte es noch freie Plätze - noch näher ans musikalische Geschehen ging nicht:
Nase am Bühnenrand, Ohren ausgerichtet auf die Barockinstrumente, Augen ganz nah bei den Musizierenden.
Im Zentrum des im Halbkreis musizierenden Ensembles stand der Countertenor Philippe Jaroussky.
Dass er eine wunderschön geführte Stimme hatte, wusste ich. An diesem Abend bekam ich mit, wie und dass er die Musik auch lebte und verkörperte und sie weiter transportierte zu uns Zuhörenden im Raum. Das ging über die Blutbahnen direkt ins Herz - bewegte, berührte und machte es offen und weit für jeden Ton, jedes Wort, jede Geste. Als er die Schlussworte des 'Stabat Mater' ausklingen liess, herrschte Stille im Saal - eine alle verbindende, gemeinsame Atempause und Atemruhe.


PS. Der Musiksaal war übrigens ausverkauft. Und das Publikum, vom kleinen Buben bis zum älteren Herrn,  spendete in totaler Euphorie langanhaltenden Applaus mit begeisterten Zurufen und einer Standing Ovation.

PPS. Dieses jazzige Monteverdistück gab es als erste Zugabe. Das youtube-Video ist natürlich nicht zu vergleichen mit der Konzertatmosphäre, gibt jedoch einen Eindruck von der Spielfreude und dem Charisma der Musizierenden:


PPPS. 'L'Arpeggiata' ist heute bereits wieder unterwegs zum nächsten Konzert in Mexiko. Das habe ich übrigens erfahren von einem begeisterten Konzertbesucher, der ebenfalls bloggt.

Aber das ist eine andere Geschichte...

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