Lätt som en sommarfjäril...

31.05.2011


...heisst 'leicht wie ein Sommervogel'. 
Genauso fühlt es sich an, wenn Helen Sjöholm singt 
und Benny Andersson sie am Klavier begleitet:


PS. Und in Stockholm sind die Nächte wieder hell.

PPS. Wer es nicht glaubt, soll nach Mitternacht HIER anklicken und staunen...:-)

Turmfalkenbeobachtung

30.05.2011


Um sich in Geduld zu üben und Momente der Ruhe und Langsamkeit zu erleben, empfehle ich regelmässige Besuche auf dieser Internetseite:
http://www.turmfalke.ch/live_cam.htm.

Ein Turmfalkenpaar zieht, begleitet von zwei Livekameras, seine Jungen gross.
Sechs Eier lagen im Nest.
Unterdessen sind die Jungen geschlüpft. Ob es wirklich sechs sind, ist nicht ganz klar.
Denn der weisse Flaumenhaufen hockt noch ganz dicht aneinandergeschmiegt unter dem warmen, mütterlichen Bauchgefieder.
'Hudern' nennen das die Vogelkundler.


PS. Und im 'Huderewagen' der Kindheit führten wir Mädchen die Puppen spazieren,
erinnert sich Hausfrau Hanna

Zwischen zwei Haltestellen (18)

28.05.2011


Gestern Mittag.
Der Regiozug ist soeben eingefahren im Stadtbahnhof. In zehn Minuten folgt die Abfahrt in die umgekehrte Richtung aufs Land. Ich steige ein.

Die Fensterscheiben lassen das Geschehen draussen auf dem Perron lautlos werden.
Ich beobachte eine junge Frau, die durch ihr Aussehen und Benehmen auffällt.
Aufgeregt spricht sie mit den beiden Personen, die ganz offensichtlich etwas mit ihr zu tun haben.
Dabei schlackert sie haltlos mit dem Oberkörper hin und her und gestikuliert wild herum. In einer Hand hält sie eine Bierdose.

Kurz vor Abfahrt des Zuges steigen alle ein. Jetzt plötzlich klärt sich mir die erlebte Situation:
Die junge Frau wurde während der Fahrt in die Stadt von einer Bahnkontrolle erwischt und hatte weder ein gültiges Billett, noch einen Ausweis auf sich.
Nun fährt sie wieder zurück an den Ursprungsort.
Ein Bekannter, in der rotblauen Kleidung eines FCB-Fans, steht bei ihr und gibt ihr Tipps, wie und wo sie einen neuen Ausweis und ein Bild machen lassen kann.
Das interessiert die Frau nicht. 
"Wer hat dir diesen Knutschfleck gemacht?" lenkt sie ab.
Der Mann nennt einen Namen. Als sie ihn hört, versteht sie die Welt nicht mehr und warnt ihn eindringlich vor dieser Frau.
Jetzt sind die beiden plötzlich in einem ganz andern Thema. Ich höre zu.
Die junge Frau erzählt von ihrer Einweisung in die Psychiatrie, dem Entzug und langen Gesprächstherapien. Und dass sie jetzt nur noch vier Bier trinke am Tag. Sonst sei sie clean.
Der Mann sagt beschwörend: "Du darfst nicht mehr in die Stadt gehen, wo du wieder auf alle Typen triffst, die dir nicht guttun."
Als er aussteigt, umarmt er die Freundin ganz fest, wünscht ihr:
"Schau gut zu dir, gäll!"

Und dann vernehme ich die Stimme der Sitznachbarin links neben mir:
"Was es auch für Pack gibt!"


Was alte Männer mit Erdbeeren zu tun haben

27.05.2011


In einem der Balkonkistchen wächst ein Stock mit kleinen Walderdbeeren. 
Sie sind in der Stadtsonne reif geworden. 
Wie süss sie schmecken, weiss ich nicht, da ich lieber vom Essen absehe...



Ganz anders erginge es mir in Schweden.
Die kleinen, aromatischen 'smultron' gehören nämlich zum Feinsten, was man im Sommer in den Wäldern finden und pflücken und essen kann.
So lieb sind den Schweden ihre 'smultron', dass sie noch einen andern Begriff geschaffen haben: 
Die 'smultronstället'.
Das ist nicht etwa die Stelle, wo man die Walderdbeeren findet, sondern bedeutet sinngemäss übersetzt 'Lieblingsplatz'. Meine 'smultronstället' wäre also der Schreibplatz am Laptop. Zumindest in diesem Moment!
Ingmar Bergman, der berühmte schwedische Regisseur hat übrigens einem seiner Filme diesen Titel gegeben. Der dann prompt auf Deutsch mit 'Wilde Erdbeeren' übersetzt wurde ;-)

Wie heissen nun aber die gewöhnlichen Erdbeeren auf Schwedisch?
Logisch wäre eigentlich 'jordbär'Weil 'jord' die Erde ist. Und 'bär' die Beeren...
Warum jedoch auf Schwedisch aus den Erdbeeren 'jordgubbar' werden, kann ich mir nicht ganz erklären.

PS. 'Gubbar' sind nämlich... alte Männer ;-)

Wunsch

26.05.2011

Hätte ich einen einzigen Wunsch frei, ich würde mich für diesen entscheiden:
"Möge der heutige Tag ein ganz gewöhnlicher Tag sein!"


PS. Denn ein solcher Tag ist ein Schatz :-)
meint Hausfrau Hanna

Schwedenjazz

24.05.2011

Jazz gehört nicht zu meiner Musik.
Wahrscheinlich prägt einen die Musik, mit der man aufgewachsen ist und die ersten Parties gefeiert hat. Und das war bei mir eindeutig die Musik der Beat- und Flowerpowerzeit. Smokey. The Mamas and the Papas. Und selbstverständlich auch die Beatles!
Jazz also eher nein...
Bis ich Jan Johansson entdeckte.
Der Name lässt es vermuten: Der Jazzpianist und Komponist ist Schwede!
In diesem Jahr wäre er 80 geworden. Der Vater von zwei kleinen Buben starb jedoch sehr jung bei einem Autounfall.
Diese CD soll neu erschienen sein. Ich werde mich umsehen!

Wer Zeit hat, soll sich Jan Johanssons Version von 'Visa från Utanmyra', eine ursprünglich traditionelle schwedische Volksweise, anhören.
Ganz zurückhaltend begleiten Bass und Schlagzeug und überlassen dem Klavier die Führung:

PS. Ich schliesse die Augen und lasse mich von der Einfachheit und Schönheit der Melodie mitziehen. Nach Schweden, seinen Menschen, seiner Landschaft...

Rahel Varnhagen zum 240. Geburtstag!

23.05.2011

Rahel Varnhagen, die Berliner Jüdin, gehörte zu den bedeutendsten Frauen des frühen 19.Jahrhunderts.  Ihre emanzipierte Lebensweise und ihre eigenwilligen Auffassungen über menschliches Zusammenleben machten sie zu einem der Vorbilder der Frauenbewegung in den 70er/80er-Jahren des letzten Jahrhunderts.
Am 19.Mai 1771, das habe ich soeben in meiner Taschenagenda gelesen, kam sie zur Welt.
Obwohl das eine Ewigkeit her ist, bezaubert sie auch heute noch mit ihren originellen Gedanken,  sprudelnden Einfällen, ihrem funkelnden Esprit.
Zum Beispiel mit diesem Ausspruch, meinem Begleiter an jedem Tag:

"Was machen Sie?
Nichts.
Ich lasse das Leben auf mich regnen."

Bildquelle    'Cool Picture Gallerie'

PS.  Irgendwie liess mich das Gefühl nicht los, ich hätte den Spruch schon früher einmal verwendet.
Tatsächlich. Es war im November
Wiederholungen haben zwar etwas Lästiges - sie schaden jedoch nichts...
meint Hausfrau (auf Regen hoffend)

Massimos Büchertipp

21.05.2011


Massimo und ich haben etwas gemeinsam: Wir sind beide Vielleser.
Letzte Woche empfahl er mir ein Buch der Schweizer Autorin Susanna Schwager:
Man mag sich darüber wundern, dass ein Mann so warmherzig über ein Buch spricht, das alte Frauen zum Inhalt hat. Wer Massimo kennt, wundert sich jedoch nicht. 
Und da ich seinem Urteil vertraute, ging ich in die Bibliothek und fand das Buch ohne lange Suche. 
Es schien, als hätte es auf mich gewartet. 
Ich blätterte darin für einen ersten Eindruck. Dabei sprach mich Frau Schwagers Widmung besonders an, obwohl ich sie nicht verstand:

"Für meine Pimpinella,
in einem Sommer voller Heidis,
gepfefferten Mönchen
und ungeküssten Ziegenlippen"




PS. Zuhause bemerkte ich dann, dass das kürzlich gekaufte Buch 'Ida' ebenfalls von Susanna Schwager war. Jetzt habe ich die Wahl, mit welchem ich beginne an diesem Wochenende :-)

Nullnullneununddreissig

20.05.2011

Ich hatte gestern kaum die 'Senden'-Taste gedrückt und das Geschreibsel nach Draussen befördert, als das Telefon läutete. Da ich immer noch die Lesebrille aufhatte, sah ich eine dieser langen, ausländischen Nummern mit einer Doppelnull am Anfang. Mir schwante nichts Gutes.
Trotzdem nahm ich den Hörer ab und meldete mich mit einem langgezogenen, fast schon singenden  "Jaaaaaaaaaaa?"
"Bin ich richtig bei Familie Hausfrau Hanna?" hörte ich eine weibliche Stimme mit einem italienischen Akzent.
"Ja!" bestätigte ich.
"Ich habe eine Frage. Haben Sie einen Hund oder eine Katze?"
Diese Frage traf mich völlig unvorbereitet. Und so lachte ich laut, fast schon hemmungslos, in den Hörer, weil ich einen Scherz vermutete:
"Nein, habe ich nicht. Wu, wu! Bella giornata!"
Dann hängte ich auf.



PS.Nun weiss ich nicht, was mir die nette Frau anbieten wollte.
Eigentlich schade,
findet Hausfrau Hanna

Geheimnisvolle Transparenz

19.05.2011

G
Geh
Geheim
Geheimnis
Geheimnisvoll
Geheimnis
Geheim
Geh
G

PS. Kommt hin und wieder vor: Heute wollte mir partout nichts einfallen...
Einen schönen Tag trotzdem,
wünscht Hausfrau Hanna





Fremdwörter sind Glücksache

17.05.2011


Es war vor vielen Jahren.
Hausfrau Hanna war jung und unbedarft und hatte ein Auge auf einen Kommilitonen geworfen, der mit seinem wunderschönen Lockenkopf auffiel.
Es war nicht nur die Zeit der langen Haare, sondern auch die Zeit, in der man die Ausbildung basisdemokratisch mitbestimmen durfte. Stundenlange Auseinandersetzungen, Diskussionen und Abstimmungen gehörten zum Alltag.
An einer Plenarversammlung nun stand der von ferne Angehimmelte auf und griff beherzt in die Diskussion ein.
Hausfrau Hanna hätte sich das nie getraut. Sie hörte dem jungen Mann bewundernd zu.
Bis zum Moment, als dieser sich verhaspelte.
Und in seiner Nervosität zwei Adjektive verwechselte, die den Sinn des Satzes völlig verdrehten.
Aus einer "transparenten Situation" machte der Unglückliche eine "transzendente Situation".
Peinlich und wahr:
Genau in diesem Moment erloschen Hausfrau Hannas Liebesgefühle...



PS. Wahrscheinlich deshalb nehme ich praktisch keine Fremdwörter in den Mund,
meint Hausfrau Hanna

Gutenachterzählung

16.05.2011

"…und davon träume ich jedes Mal, wenn ich ein Buch öffne: Daß es mich nicht loslassen möge, weit über die letzte Seite hinaus."  Doris Dörrie

Jean-Baptiste Camille Corot

Peter Stamm gehört zu meinen Lieblingsautoren.
Zum Geburtstag habe ich sein neues Buch 'Seerücken' geschenkt bekommen.
Jeden zweiten Abend lese ich eine der Erzählungen.
Wort für Wort. Langsam. Achtsam. Als schnelle und oft ungeduldige Leserin übe ich mich in Gründlichkeit.
Denn Peter Stamms Schreiben fordert genau dazu auf.
Er schreibt einfach. Kein Wort ist zuviel.
Gestern spät nun las ich die Erzählung 'Im Wald' als Gutenachtgeschichte. Und blieb verstört zurück.
Die Geschichte der jungen Frau Anja, die sich in den Wald zurückzog, ging nicht nur unter die Haut. Sie krallte sich in mir fest. Und liess mich lange nicht schlafen.

PS. Vielleicht war es auch der fast volle Mond, der hinter den Wolken versteckt zur Schlaflosigkeit beitrug,
vermutet Hausfrau Hanna

Strassenmusik

14.05.2011

Der Strassenmusiker am Rande des Marktplatzes war ein Riese. 
Sein Instrument, eine Harfe, hatte er auf drei metallene Stacheln gestellt, um die Saiten mit den Fingerkuppen zupfen zu können. 
Als ich an ihm vorbei ging, spielte er das Lied vom 'Mädchen aus Piräus':

"Ein Schiff wird kommen
Und das bringt mir den einen
Den ich so lieb wie keinen
Und der mich glücklich macht
Ein Schiff wird kommen
Und meinen Traum erfüllen
Und meine Sehnsucht stillen
Die Sehnsucht mancher Nacht."

Plötzlich waren die deutschen Worte da. Ich blieb stehen, summte ganz leise, um nicht aufzufallen, mit.
Dann überquerte ich beschwingt wie eine Tänzerin  den Platz.
Und hätte ich das Rauchen nicht vor vielen Jahren aufgegeben, ich hätte mir eine Zigarette angezündet...


Griechische Originalfassung von Manos Hadjidakis


PS. Melina Mercouri ist wundervoll und die Schwarzweissfilme von annodazumals ebenso,
schwärmt Hausfrau Hanna und wünscht allerseits ein frohes Wochenende!

Unvoreingenommene Kinderaugen

Gestern war das Blog nicht zugänglich. Und heute sehe ich, dass dieser bereits erschienene Beitrag auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist. Unauffindbar.
Das Internet ist und bleibt mir ein Rätsel...
Ich grüble nicht zuviel und schreibe den Bericht nochmals:



Das nicht mehr auffindbare rote Poesiealbum spukte in meinem Kopf herum.
Ich mailte deshalb einer Schulfreundin, von der ich annahm, dass sie solche Schätze der Kindheit sorgsamer aufbewahrte als ich.
Und tatsächlich!
Sie schickte mir ein Bild zurück. Ich betrachtete es: "Seltsam. Frau Schulhausabwartins Bilder sahen früher irgendwie anders aus. Erinnerung verklärt."

Zur Erinnerung an Frau G.-W.

PS. Kinder haben noch völlig unvoreingenommene, unverbildete Augen. Sie können im Gegensatz zu Erwachsenen den süssen Zauber und die zarte Poesie solcher Bilder noch sehen,
meint Hausfrau Hanna

Innigkeit

10.05.2011

In der Tageszeitung stosse ich regelmässig auf etwas, was mich reizt, bewegt, trifft oder anspricht.
Heute zum Beispiel war es eine Todesanzeige.
Um genau zu sein war es das Gedicht, das der Anzeige oben rechts beigefügt war.
Über Gedichte zu sprechen und zu schreiben ist schwierig. Eigentlich unmöglich.
Denn Gedichte muss man wirken lassen.
Ins Herz sinken lassen.
Dann tun sie gut.

siehst du den Abendstern?
ich sehe
hörst du den Wind?
ich höre
fühlst du die Ewigkeit?
ich fühle
und dein Name?
nenne mich Nacht
woher kommst du?
aus deiner Einsamkeit
wohin gehst du?
in deine Innigkeit
gib mir die Hand




PS. Lest wieder einmal ein Gedicht,
empfiehlt heute Hausfrau Hanna

Im Schatten der Mutter

09.05.2011


Vor einiger Zeit las ich in den 'Dagens Nyheter' ein Interview, das eine Mutter-Sohnbeziehung zum Inhalt hatte, mich in seiner schonungslosen Art bewegte und mit offenen Fragen zurück liess.
Der Name der Mutter, Kerstin Thorvall, war mir bekannt - las ich doch vor vielen Jahren zwei ihrer autobiografischen Bücher - deshalb nahm ich mir die Zeit und übersetzte das Interview.
Kerstin Thorvall war in Schweden eine sehr bekannte und hochgelobte Schriftstellerin, eine Ikone für viele ihrer Generation.
Und sie war, was in der Öffentlichkeit weniger bekannt war, Mutter von vier Söhnen.

Einer dieser Söhne, Gunnar Falk, rechnete nun in diesem Interview ab mit seiner berühmten Mutter.
Er erzählte von ihren einschüchternden und lähmenden Manipulationen und davon, wie sie mit ihren Panikattacken und ständigen Selbstmorddrohungen die Kinder in Angst und Schrecken versetzte.
Er berichtete, wie die schreibende Mutter Details aus dem Familienleben bekanntgab, indem sie ihre vier Kinder für Figuren in ihren Büchern benützte. Dieses Preisgeben von allzu Persönlichem und Privatem erlebte der Sohn nicht bloss als peinliche Bagatelle, sondern als massiven Übergriff auf seine kindliche Integrität.
Zum Schluss sagte er: "Jag är 54 år, jag vill inte vara den person hon gjorde mig till i sina böcker eller i verkliga livet."
("Ich bin nun 54, ich will nicht die Person sein, die sie in ihren Büchern oder im wirklichen Leben aus mir machte.")

Mit 54 Jahren erst wagte der Sohn diese Worte.
Und das auch erst, als die Mutter tot war.
Kerstin Thorvall starb am 9.April 2010.


 
Bildquelle Dagens Nyheter



PS. Eine tote Mutter, auch wenn sie im Leben eine Übermutter war, ist eine wehrlose Mutter,
meint Hausfrau Hanna 

Liebeserklärung

06.05.2011



Es gibt Videos, die kann man sich nicht oft genug anschauen.
So wie diese eineinhalb Minuten:


PS. Würde die Sonne nicht bereits seit dem frühen Morgen scheinen, sie ginge genau in diesem Moment auf :-)






Was ein Album mit Poesie und Rock'n Roll zu tun hat...

05.05.2011

Als Mädchen besass ich ein Album mit rotem Kunstledereinband.
Poesiealbum nannte man das damals.
Familie, Verwandtschaft, Freundinnen, Schulkameraden, selbst Lehrer und Lehrerinnen wurden angehalten, sich auf einer leeren Doppelseite zu verewigen.
Die umschwärmteste Künstlerin war die Schulhausabwartin, die im Alltagsleben eine resolute, bärbeissige Respektsperson war. Wir nahmen lange Wartezeiten in Kauf, um zu einem ihrer Bilder zu kommen. Denn sie brachte mit den Buntstiften die pure, zarte Poesie aufs Papier. Ihre liebevoll gezeichneten Szenen aus der Zwergen- und Elfenwelt waren heissbegehrt und wurden bewundert.

Eine andere Poetin, und über diese Nachricht habe ich mich heute sehr gefreut, bekommt eine wichtige Auszeichnung. Patti Smith, die Rockikone und Künstlerin aus den USA, erhält den schwedischen Polar-Musikpreis.
Auf Schwedisch liest sich die Begründung so:
"Patti Smith har visat hur mycket rock’n’roll det finns i poesin och hur mycket poesi det finns i rock’n’roll."
(Patti Smith hat gezeigt, wie viel Rock'n Roll in der Poesie steckt und wie viel Poesie im Rock' n Roll).



PS. Und so ernenne ich den heutigen 5.Mai zu meinem ganz persönlichen Poesietag,
meint Hausfrau Hanna

Zum ersten Mal

04.05.2011


"Was man nicht mehr tun kann, wenn man alt ist, ist, viele Dinge zum ersten Mal erleben..."




In der Bibliothek lagen letzte Woche drei neue Bücher auf.
Ich schnappte sie mir alle.
Das erste, 'Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff!' von Victoria Ironside, gebe ich heute fertiggelesen zurück.
In der Presse wurde gelobt, es sei 'mit viel Witz und Selbstironie' geschrieben.

Nun, mir bereitete es nicht pures, ungetrübtes Lesevergnügen. Vieles erschien mir überzeichnet, forciert und gar übertrieben lustig erzählt.  Und das war mir dann doch etwas zuviel (oder zu wenig) für ein Buch mit immerhin 250 Seiten.

PS. Aber der Satz oben gefiel mir wirklich gut!

Der Ausspruch des Tages...

03.05.2011


...stammt vom Orthopäden, bei dem ich heute Vormittag einen Termin hatte.
Auf meine schüchterne Frage, ob die Ursache meines Fussproblems vielleicht 'idiopathisch' sei, meinte dieser: "Da 'idiopathisch' von Idiot kommt, nehmen Schulmediziner diesen Begriff immer dann in den Mund, wenn sie nicht weiterwissen und auch sonst keine Ahnung haben."


PS. Das Gefühl,  einem Idioten gegenüberzusitzen,  hatte ich genau bei diesem Doktor nicht.
Ganz im Gegenteil,
meint Hausfrau Hanna

Seligsprechung

02.05.2011


Soeben habe ich in der Tageszeitung gelesen, was der aktuelle Papst Benedikt XVI gestern den Gläubigen auf dem Petersplatz zugerufen hat: "Johannes Paul ist selig!".
Diesen Zustand kenne ich auch...



PS. Und Wunder bewirkt habe ich ebenfalls schon, wenn - um nur  e i n  Beispiel zu nennen -  die vielen Paare Wollsocken genau an Weihnachten fertig gestrickt sind,
meint Hausfrau Hanna