Wenn sie tanzt...

25.09.2017


(...)

Wenn sie tanzt, ist sie woanders
Für den Moment
Dort wo sie will
Und wenn sie tanzt
Ist sie wer anders
Lässt alles los
Nur für das Gefühl
Dann geht sie barfuss in New York
Trampt alleine durch Alaska
Springt vor Bali über Bord und taucht durch das blaue Wasser
Wenn sie tanzt ist sie woanders
Lässt alles los nur für das Gefühl.


Max Giesinger, deutscher Sänger und Songwriter
aus dem Album 'Der Junge rennt'


Ausstellung Tonwerk Lausen


PS. Und sie tanzt  in roten High Heels!


Virtuos Gespieltes zum Sonntag

24.09.2017



Ein Ständchen zum Sonntag
mit dem schwedischen Klarinettisten Martin Fröst.
Während die Finger rhythmisch die Tasten des Laptops betätigen,
wippen die Füsse unter dem Tisch auf und ab.
Das macht Lust auf  noch mehr Bewegung:
Heute an diesem schönen Herbstsonntag.





PS. Der vierte Seelenwärmer... :)

Drei Seelenwärmer!

23.09.2017


Was ist das nur für eine Woche!
Vorhin sah ich in der Blogstatistik unter den Suchbegriffen diesen Link: 
Ein Kulturweltblog zu Besuch in Hausfrau Hannas Blogstübchen:
Mir kullerten schier die Augen heraus... 
Und das ist noch längst nicht alles!
Anfangs Woche landete jemand in meinem Blog, der diesen Suchbegriff eintippte: 
 die gute hausfrau blog
Das Beste jedoch kommt zum Schluss!
Gestern bekam ich eine Mail von meinem Mister Happy:


Liebe Hausfrau Hanna

Am Donnerstag, 9. November, habe ich einen Haushaltstag in der Schule und muss in einem Haushalt mithelfen. Wäre es möglich, diesen Tag bei dir zu absolvieren?
Ich würde dir sehr gerne im Haushalt helfen, putzen und kochen.
Danke für deinen baldigen Bescheid
und herzlichste Grüsse
A. dein Mister Happy


Detail aus einer Installation der Künstlerin Brigitta Glatt
Ausstellung im Tonwerk Lausen


PS. Selbstverständlich habe ich Mister Happy umgehend zugesagt und den 9.November in der Agenda eingetragen... :)


Herbstanfang: Bewegung ist alles!

21.09.2017


Gestern bin ich früh schon unterwegs und nehme den Weg durch den benachbarten Park. Was für mich früh am Morgen bedeutet, ist für andere wohl ein ganz normaler Tagesbeginn. 
Im Park hat es nämlich erstaunlich viele Leute, die sich auf die eine oder andere Art bewegen.
Eine asiatischen Frau fällt mir besonders auf, die in langsamen, weichen und runden Bewegungen ihr Tai chi-Programm absolviert:



Dieses Bild ist erklärungsbedürftig, weil es zu diskret geknipst und deshalb undeutlich ist.
Eine Frau und ein Mann liegen auf einer blauen Gymnastikmatte am Boden. Der zwischen ihnen stehende Coach zählt laut und in einem rasanten Tempo auf zehn:

"Eins, zwei, drei, ... zehn!"
"Eins, zwei, drei, ... zehn!"
"Eins, zwei, drei, ... zehn!"
(...)

Die beiden Liegenden bewegen, die Arme über dem Bauch gekreuzt, den Oberkörper leicht nach oben. Ich denke: "Bauchmuskeltraining für Fortgeschrittene!" und gehe unwillkürlich schneller:




Ein paar Meter weiter dann zwei langsame Walkerinnen, die in ein Gespräch vertieft sind:


PS. Der Radfahrer ganz hinten hätte im Park eigentlich nichts verloren gehabt. Er hat wohl das Fahrverbot beim Eingang übersehen... ;)











Hauptsache: Bewegung!

19.09.2017



Bewegung ist gut!
Ich meine damit nicht unbedingt das Absolvieren
 eines bestimmten Fitnessprogramms mit den immer gleichen Übungen.
Mir ist das zu stereotyp!
Für mich heisst 'bewegen', täglich zu Fuss zu gehen.
Tanzen zu Musik ohne festgelegte Schrittfolgen.
Auch schwimmen gehört dazu.
...
...
...

(Alle haben ihre Vorlieben)
...
...
...

Sie zum Beispiel dehnt ihre verkürzten Hinterbackenmuskeln.
Und sieht dabei richtig entspannt aus:




PS. Beim Fernsehgucken geht das auch. Und das sehr gut ;)




Die Glocke der Heiligen Klara

17.09.2017


Vor einigen Wochen starb meine Gotte (Taufpatin). Sie hiess Klara.
Während ihres langen Arbeitslebens führte sie zusammen mit ihrem Mann eine Bäckerei/Konditorei und ein kleines Tea Room.
Sie hatte und war eine starke Persönlichkeit, was es wohl brauchte, um ein Geschäft erfolgreich zu führen.
Ihr letztes Lebensjahr verbrachte sie im Pflegeheim.
Als sie plötzlich schwer erkrankte, fragte sie eine der Pflegerinnen, ob sie ins Spital gebracht werden wolle. Gotte Klara beantwortete diese Frage auf ihre Weise:
Sie streckte wortlos den Zeigefinger hoch zum Himmel.

Eine Woche später schlief sie friedlich und ruhig ein.




PS. Sankta Klara ist eine Kirche in Stockholm, die offen steht für die am meisten Verwundeten der Gesellschaft: Obdachlose, Randständige, Drogenabhängige, Flüchtlinge, mental und psychisch Kranke. Sie ist damit ein Ort für Menschlichkeit und Solidarität.
Und genau darum geht es im neuen Lied "Die Glocke der Heiligen Klara" der beiden in Schweden sehr beliebten Sängerinnen Helen Sjöholm und Malena Ernman.

Sankta Klara Klocka
Slå för mig!
För den väg
som leder hem 

Glocke der Heiligen Klara
Schlag für mich!
Für den Weg,
der nach Hause führt.


In dieser Stadt geboren (5)

15.09.2017


Ein letzter Gedanke.
Ein Gedanke der beinahe schmerzt:
Rainer Brambachs Stammlokal, in das wir ganz am Schluss einkehrten,
in dem wir nochmals seinen Gedichten lauschen durften,
wird Ende September geschlossen...



PS. Hier noch ein paar abgeschriebene Daten:
Rainer Brambach hinterliess rund 140 Gedichte und zwei Dutzend kurze Erzählungen:
Kein grosses Werk also. Aber ein ausserordentliches und sehr eigenständiges Werk. Der ehemalige Malerlehrling und spätere Gartenbauarbeiter ('Erdarbeiter') war mit seinen Gedichten in der deutschsprachigen Literaturszene eine Ausnahmeerscheinung. Er verbrachte beinahe sein ganzes Leben in Basel.


PPS. Die Biografie 'Rainer Brambach - Ich wiege 80 Kilo, und das Leben ist mächtig' Diogenes 2017,  ist von Isabel Koellreuter und Franziska Schürch. Die beiden Autorinnen haben den Rundgang durch Brambachs Basel auch gestaltet und geleitet. Zusammen mit dem Schauspieler und Rezitator Roberto Bargellini.


In dieser Stadt geboren (4)

14.09.2017


In den letzten Lebensjahren
wohnte Rainer Brambach in der St.Alban-Vorstadt.



Er wohnte nicht in einem dieser herrschaftlichen Häuser des Basler 'Daig' -
wo die Initialen neben der Türklingel genügen,
und alle wissen sofort, um wen es sich handelt.
Rainer Brambach wohnte in einer Mansarde,
nur einen Katzensprung entfernt von seiner Stammbeiz, dem St. Alban-Eck.
Hier hatte er seinen eigenen Tisch.
Hier traf er seine Freunde.
Hier trank er Wein und rezitierte Gedichte.
Und hier, im St.Alban-Eck, kehrten auch wir zum Schluss ein: 



Wir lauschten den Gedichten.
Einige tranken Bier. Andere einen Cappuccino.
Wasser gab es gratis dazu.
 Rotwein trank niemand... 



Leben in Basel

(...)

Wer sitzt im Zimmer am Tisch und vergisst Tisch
                     und Zimmer,
liest Zeitung, raucht, schreibt, trinkt Wein,
während Sankt Alban die Stunden schlägt?
Ich, in dieser Stadt geboren.


Rainer Brambach 1917 - 1983






In dieser Stadt geboren (3)

13.09.2017


Während der ganzen Führung wurden Bilder
von Rainer Brambach herum- und weitergereicht -
eine wichtige und passende Ergänzung zum Gehörten:




Der junge Brambach war ein äusserst attraktiver und lässiger Mann... !




Leben in Basel

(...)

Wer bewahrt seine Kindheit - Pfarrer Benz,
das alte Zeughaus, den Laternenanzünder
in einem Album auf?
Ich, in dieser Stadt geboren.

(..)

Rainer Brambach, 1917 - 1983





In dieser Stadt geboren (2)

12.09.2017


Die Wetterprognose für den Samstag war schlecht.
Dauerregen war angekündigt.
Dieser kam jedoch nicht. Kein einziger Tropfen fiel. 
Keiner der Schirme musste aufgespannt werden.
Ausser einem!
Einem grossen, roten...



Dieser rote Regenschirm, 
den eine der der beiden Begleiterinnen und Erzählerinnen
 hoch hielt, war wie eine in der Luft schwebende Orientierungshilfe
für die grosse Gruppe, die Rainer Brambachs Spuren folgte.
Den Rheinsprung hoch und durch die Augustinergasse...



 ...bis zu einem der schönsten Orte der Stadt: Dem Münsterplatz!
Und dem Münster, an dessen Fassade der Heilige Georg mit dem Drachen kämpft... 



Leben in Basel

(...)

Wer steht manchmal, Sankt Martin, Sankt Georg
oder den Drachen im Herzen auf der Pfalz
und lässt seine Augen rheinabwärts schwimmen?
Ich, in dieser Stadt geboren.

(...)

Rainer Brambach, 1917 - 1983



In dieser Stadt geboren (1)

11.09.2017



Meine Liebe zu Rainer Brambach begann hier im Blog.
Ich erinnere mich glasklar: Es war der 20.Januar 2014!
Eine Kommentatorin hinterliess damals auf einen Blogbeitrag
ein kleines, witziges Gedicht eines gewissen Rainer Brambach,
dessen Name mir absolut nichts sagte.
Dessen Gedicht mich jedoch derart erheiterte,
 dass ich mehr erfahren wollte über den unbekannten Basler Lyriker.
Ich kaufte mir also einen seiner Lyrikbände.
Und begann seine Gedichte zu lesen.
Im letzten Dezember erschien zu seinem 100. Geburtstag eine Biografie.
Und am vergangenen Samstag fand ein Rundgang statt
mit den beiden Autorinnen und einem Rezitator.
Die 'Spurensuche' begann im St.Johann-Quartier,
wo Rainer Brambach zur Welt kam
und aufwuchs.

Morgen mehr!

'Auf den Spuren Rainer Brambachs': Im St.Johann



Leben in Basel

Wer stellt seinen Ochsner,
gefüllt mit allerhand Ismen
zweimal in der Woche vor seine Tür?
Ich, in dieser Stadt geboren.

(...)

Rainer Brambach, 1917 - 1983






Zwischen zwei Haltestellen (101)

08.09.2017


Im Schnellzug nach Basel.
Der Wagen, in den ich einsteige, ist praktisch leer.
Da es sehr ruhig ist, verstehe ich jedes Wort des angeregten Gesprächs der beiden Frauen im Abteil hinter mir.
Eine der Frauen erzählt in aller Ausführlichkeit von einem ehemaligen Verdingbuben, der im gleichen Haus wohne. Dieser sei im persönlichen Umgang sehr schwierig und vernachlässige zudem seine beiden Hunde, die mit ihrem Gebell und dem Verunreinigen ('Verschiffe') des Treppenhauses zu einem grossen Problem geworden seien.
Die zuhörende Frau nimmt Anteil und gibt die eine oder andere Empfehlung ab, was die Mitmieter unternehmen könnten.
Nun übernimmt sie und berichtet von einer Situation in ihrem Wohnhaus, in dem eine junge Familie das Problem war. Diese habe das ganze Treppenhaus mit Kinderwagen und alten, nicht mehr gebrauchten Möbeln voll gestellt. Ein freundlicher Brief aller Mieter habe dann eine einvernehmliche Lösung gebracht.
Nun werden Männer und Beziehungen zum Thema.
Die erste Frau, deren Stimme immer etwas leicht Jammerndes hat, sagt zu ihrem Gegenüber:
"Meine Freunde wollen mich verkuppeln. Aber ich will nicht!"
Ihr Gegenüber zeigt viel Verständnis und bringt dann ein Müsterchen von ihrem Exmann.
Dabei ahmt sie seinen St.Galler Dialekt nach und sagt entschieden:
"Nie wieder einen Städter! Nie wieder einen St.Galler!"
Sie erzählt dann von einem Buschauffeur, der stark nach Alkohol und Rauch gestunken habe und endet: "Ich könnte ein Buch schreiben!"



Ich sitze da, nicke zustimmend mit dem Kopf.
Niemand sieht mich ja...





Die Betonung ist wichtig!

06.09.2017



Panik heisst auf Schwedisch ebenfalls panik.
Nur wird anders betont,
auf der zweiten Silbe nämlich:
Pa- niiiiik!
Was alles noch schlimmer macht...






Einfach mal entspannen!

03.09.2017


In Basel gibt es viele Museen.
Das vielleicht originellste ist das Cartoonmuseum in der St.Alban-Vorstadt.
Ich gehe auch gern nur in den Museumsshop, 
einem wahren Paradies für eine Kartenliebhaberin, wie ich es bin.
Das Sortiment ist vielfältig.
Und manchmal löst ein Sujet einen lauten Lachanfall aus:

"Und wir sind alle gaaaaanz entspannt... Und Thomas: Das war zu entspannt."


PS. "Zuviel Entspannung kann auch in die Hose gehen... " schrieb ich auf die Rückseite der Karte, fügte einen herzlichen Gruss bei und schickte sie an meinen Freund Katìno.

PPS. Er hatte Humor... ;)


Die edle Kunst des Brotbackens

02.09.2017


Heute ist ein Tag,
an dem man draussen nichts verpasst...
Ein idealer Tag also, um wieder einmal aufzuräumen,
herumzuschräubeln, zu werkeln und zu putzen.
Oder einen Kuchen zu backen.
Leider kann ich nicht backen.
Weder Kuchen noch Brot.
Aber ich könnte mich ja einmal für einen Kurs anmelden.
Und von den tüchtigen, schwedischen 'hemmafruar' lernen,
wie die edle Kunst des Tunnbrödbackens geht.
Heja!


Voll in Fahrt 2013


Bedächtig 2017


PS. Tunnbröd ist dünnes Brot.

Der Sommer macht Platz...

01.09.2017



Erster September.
Das Kalenderblatt ist gewendet.
Der Hochsommer und die Hitzetage sind vorbei.
Und  machen Platz für milde, schöne, goldene Herbsttage...


Nicht am Meer: Die beiden Buben spielen mit Sand am Ufer des Rheins... 




Dorfimpressionen (der Abschied)

31.08.2017


Heute morgen stehe ich beizeiten auf:
Ich will zurück in die Stadt!
Die Meteofrau im TV hat am Vorabend nämlich eine Kaltfront mit Regen angekündigt.
Und sie hat recht behalten.
Während ich an der Postautohaltestelle warte, nehme ich Abschied vom Dorf.
Ein letzter Blick auf Chrigels schöne, braune Hasen:



Ein Blick nach Oben zum nebelverhangenen 'Berg':




Und ein allerletzter Blick durch das Postautofenster
in die Weite der sanften Hügellandschaft:



PS. Der Hochsommer 2017 ist nun vorbei... 
PPS. Ich bin wieder in der Stadt.
PPPS. Bis zum nächsten Jahr!
PPPPS. Dann komme ich wieder, kleines Dorf!

Dorfimpressionen (7)

30.08.2017


Ich brauche nicht viel Platz, um mich wohl zu fühlen.
Ich brauche Bücher, mit denen ich 'auf Reisen' gehen kann.
Ich brauche ein paar Bilder, CD's, den Laptop und Schreibzeug.
Ich brauche den Blick in den Himmel. 
Am liebsten in einen mit Wolken, Mäusebussarden und Schwalben.
Ich brauche das Zurücklehnen im Korbstuhl mit den bunten Kissen, 
den mir meine Grosstante Sophie
(die mit 101 Jahren gestorben ist) 
vererbt hat...


Buben bei der Dorfkirche



Dorfimpressionen (6)

29.08.2017


Hier hängt nicht etwa ein Unspunnenstein an der Kette:
Es ist ein Wetterstein!



Es muss ein besonders pfiffiger Schöpfergeist gewesen sein,
dem diese Idee gekommen ist und der sie anschliessend gekonnt umgesetzt hat.
Auf der Infotafel steht dies hier:


PS. Ich habe den Stein natürlich angefasst und befühlt.
PPS. Er war warm: Sommer... ;)


Dorfimpressionen (5)

28.08.2017


In einem richtigen Bauerndorf hat es Pferde.
Solche...





Und solche...  ;)





Dorfimpressionen (4)

27.08.2017



Standesunterschiede gibt es auch im kleinen Dorf... 



PS. Selbstverständlich gibt es auch eine Bauerngasse ;)





Dorfimpressionen (3)

26.08.2017



Heute wie vor vierzig Jahren:
Die Aussage hat immer noch die gleiche Gültigkeit!







Dorfimpressionen (2)

25.08.2017



Gestern am späten Nachmittag.
Der eben noch blaue Himmel hatte sich innerhalb 
kurzer Zeit mit dunkeln Wolken überzogen.
Und dann begann es wie aus Kübeln zu giessen.
Der Weiher trat beinahe über das Ufer...




Heute wieder schönes, heisses Sommerwetter.
Und 'Mörderisches Ufer' 
(der achte Fall innerhalb der schwedischen Bestseller-Krimireihe)
derart spannend, dass das Buch bereits zu Ende gelesen ist...




Dorfimpressionen (1)

24.08.2017


Sommer. 
Und kein Ende in Sicht.
Auch heute brennt und strahlt die Sonne 
und heizt nochmals tüchtig ein.
Hinten im Garten blühen die Herbstanemonen.
Weisses Gartenglück...



Hausfrau Hannas Spätsommerselbstgespräch!

22.08.2017


Laut der lokalen Meteoprognose
soll morgen der Hochsommer für viele Tage zurückkehren.
Mit 30 Grad und mehr.
Seit Ende Mai folgt eine Hitzewelle der andern.
Mit kurzen kühlen Tagen dazwischen.
 Zum Aufatmen, Durchatmen und die Räume lüften.
Ich bin sommermüde und sonnenmatt.
Und ziehe mich morgen nochmals zurück aufs Land.




PS. Hoffentlich zum letzten Mal... ;)


"Summer of Love"

20.08.2017


Sommer 1967.
Ich erinnere mich, dass ich in den langen Schulferien
in einem Kinderheim in der Ostschweiz als Ferienhilfe gearbeitet habe. 
Dieser Sommer, der als 'Summer of Love' in die Geschichte eingegangen ist, 
steht momentan überall im Mittelpunkt.
Etwa bei meiner Lieblingsbuchhandlung beim Aeschenplatz, 
die ein vielseitiges, schönes Sortiment
 an Büchern, CD's und DVD's ins Schaufenster gestellt hat:


Oder auch im TV.
Letzte Woche wurden gleich zwei Filme zum 'Liebessommer' ausgestrahlt.
Den einen, 'Hair', guckte ich bis fast um Mitternacht.
Ich blieb hellwach bis zur letzten Sequenz,
weil mir der Film immer noch sehr gut gefiel.
(Was nicht immer der Fall ist bei Filmen, die mich damals im Kino umhauten).
Den andern über Janis Joplin, 'Little Girl Blue',
sah ich bereits letztes Jahr im blau gestrichenen Saal des Kultkinos,
zusammen mit dem wohl grössten Janisfan aller Zeiten -
meinem 'lillebror'.
Es war für uns beide ein intensives Seh- und Hörerlebnis.
Und während sich Janis bei diesem Lied die Seele aus dem Leibe sang,
suchte ich verstohlen nach einem Taschentuch...




PS. Summer of Love.
PPS. Der für mich ein 'Summer of Work' war.
PPPS. 50 Jahre ist das her! 
PPPPS. "Omg!" würde 'die Grosse' jetzt sagen... ;)






Froschkönig im Weiher

17.08.2017


Spätsommertage im Garten auf dem Land!
Die Wildäpfelchen, Hagebutten und Pfaffenhütchen röten sich.
Hoch oben am Himmel entdecke ich viele kleine, dunkle Punkte:
Die Mauersegler haben sich zusammengefunden -
bald werden sie sich auf den Weg machen in den Süden.
Ich knie auf einem Stein am Weiher, 
der ziemlich verschlammt aussieht:




Plötzlich springt etwas neben mir mit einem lauten Plumps ins Wasser,
lässt sich auf den Grund sinken und wartet ruhig,
bis das Bild im Kästchen ist...


PS. Passend und wie bestellt - dieser Beitrag heute bei Quersatzein!







Angelockt!

15.08.2017


Etwas argwöhnisch schien er uns zu beobachten:
Der Erpel im Tierpark auf Skansen.




Dann gab er jegliche Distanziertheit auf und watschelte näher.
Nicht wir interessierten ihn.
Der wahre Grund war ein anderer:
Hausmann Hannas handgestrickte Sommersocken! ;)



Vielfältig anwendbar

13.08.2017


Im Moment habe ich es mit dem Wort 'sanft'.
Weil es so vielfältig einsetz- und anwendbar ist.
Etwa beim Wind, der nur schwach spürbar ist.
Einem zurückhaltenden Menschen, der sich diskret im Hintergrund aufhält.
Einem Berg, der nichts Schroffes und Steiles an sich hat.
Einem Tag, der friedlich und ruhig verläuft.
Oder diesem Blick aus 'lamm'frommen Augen...





Seligkeiten

10.08.2017





Weshalb konnte man nicht das ganze Leben hindurch die Fähigkeit bewahren,
Erde und Gras und rauschenden Regen und Sternenhimmel als Seligkeiten zu erleben?


Astrid Lindgren, 1907 - 2002 

aus 'Ferien auf Saltkrokan'


Astrid Lindgren-Skulptur im Tegnérlunden in Stockholm

PS. Nicht nur 'Warumfragen' - auch 'Weshalbnichtfragen' sind oft schwierig zu beantworten...
PPS. Meint Hausfrau Hanna und freut sich heute über den rauschenden Regen.
PPPS. Einfach so! 



Vom Träumen oder etwas ganz Anderem...

09.08.2017




In der Küche hängt ein Wochenkalender.
Mit schönen Bildern, Zitaten und Sprüchen.
Nun sind Zitate so eine Sache.
Oft haben sie etwas 'gut Gemeintes'.
Was mir gegen den Strich geht.
Seit gestern - ich bin wieder in der Stadt - habe ich für den Rest der Woche
dieses Zitat vor Augen:





PS. Beim ersten Teil des Zitats dachte ich: "Naja!"
PPS. Aber die Pointe fand ich originell.
PPPS. Die merke ich mir ;)

Zum Freuen schön!

08.08.2017


Gestern.
Ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch.
Sonnig und warm, aber nicht schwülheiss.
Das Wandern war eine einzige grosse Freude.
Als hinten am Horizont die Schneeberge sichtbar wurden,
(ich glaubte, Eiger, Mönch und Jungfrau zu erkennen)
stiess ich einen lauten Freudenjauchzer aus.
Und als mein Blick beim Überqueren einer Wiese 
auf eine kleine, krokusähnliche Blume fiel,
befreite sich ein weiterer Jauchzer aus der Tiefe:
"Die erste Herbstzeitlose! Wie schön!"

Ein bisschen wie in Bullerbü...

06.08.2017


Das Buch über Astrid Lindgren ist zu Ende gelesen.
Es war ein intensives Lesen. Satz für Satz, Seite für Seite.
Ich liess mich einzig von einem Gartenrotschwänzchenpaar ablenken, das sich auf den Scheunendächern herumtrieb und dabei schäkernde Rufe ausstiess.
Pausen sind nötig und wichtig! Auch beim Lesen... ;)

Beim Stöbern in bereits veröffentlichten Blogbeiträgen habe ich vorhin einen Beitrag über Astrid Lindgren entdeckt: Hier!



Astrid Lindgren (S. 156):
"Steht etwa in Moses' Gesetz geschrieben, dass es alten Weibern verboten ist, auf Bäume zu klettern?" 


Im Sommergarten

05.08.2017


Gestern
(das muss hier festgehalten sein)
jammerte ich k e i n einziges Mal!
Zwar war es immer noch schwül, aber längst nicht mehr so heiss. 
Die Katze, die am Vortag dösend unter dem Vogelbeerbaum lag,
hatte sich im Sommergarten ein grünes Laubenplätzchen ausgesucht. 
Aber sie sass!




Und ich sass unter dem Holunderbaum.
Mit diesem wundervollen, neuen Buch:



S.21
'Alles badet in warmem, sonnengelbem Licht. Dies ist keine Nostalgie, sondern bedeutet für Astrid Lindgren gegenwärtige Wirklichkeit, eine starke, lebendige Quelle, aus der sie jeden Tag Kraft für ihr Leben und Freude an der Dichtung schöpft.'
(...)

Margareta Strömstedt: Astrid Lindgren 'Ein Lebensbild', 3.Auflage 2015