Stockholmgeschichten: Das Schlosstheater!

04.07.2017


Ein spontaner Entschluss. 
Und schon waren wir mit dabei an einer Führung durch das älteste, noch bespielte Theater der Welt:




Nina, die uns durch die Räume führte, war ein Sprühfeuer an Begeisterung, an Empathie und Wissen.
Wir wurden hineingezogen in eine vergangene Welt der Theaterkunst, die heute, 250 Jahre später, immer noch genauso funktioniert.
Das meiste im 'Interiör' war aus Papier maché und Gips. Der Marmor gemalt.
Alles sah täuschend echt aus. 
Vorne im vierhundertplätzigen Theatersaal standen isoliert zwei rote Sessel.
Für den König und die Königin.
"Von allen Seiten sichtbar und wie ausgestellt", ging es mir durch den Kopf, "dafür müssen sie sich nie um Tickets bemühen."
Die Kulissen werden noch von Hand verschoben.
Und blitzt, donnert und stürmt es in einer Aufführung, wird an entsprechende Maschinen gekurbelt, geschüttelt und gedreht.

Hier eine kleine Kostprobe:



10 Kommentare:

Wildgans hat gesagt…

Hey wie wildalt!
Kleine neu gefundene Nischensachen wie dieses Theaterchen, so schön!
Gruß von Sonja

PepeB hat gesagt…

Ein kleines Schatzkästchen vergangener Theaterkunst. Aber wie ist es mit modernen Stücke, werden die dort auch gespielt?
Liebe MIttagsgrüße von Petra

Quer hat gesagt…

Wunderbar nostalgisch und echt bodenständig.
Als sei die Zeit still gestanden...

Danke fürs Zeigen dieses Kleinods, liebe Hausfrau Hanna.
Lieben Abendgruss,
Frau Q.

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Für mich,
liebe Frau Wildgans,
war dieser Besuch ein eindrückliches, unvergessliches Erlebnis.
Und ich glaube, mir würde ein Konzert oder eine Oper in diesem alten Theaterchen schon sehr gefallen. Einfach ohne Reifrock und Perücke ;)

Grüsse in den Sommerabend
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Soviel mir bekannt ist,
liebe Petra,
werden nur Opern des Barock und der Klassik gespielt.
Händel, Mozart etc.

Liebe Grüsse
Hausfrau Hanna



Hausfrau Hanna hat gesagt…

Ja,
liebe Frau Quer,
es ist eine längst vergangene Zeit, in der man sich plötzlich befindet und in die man eintaucht.
Damit das Theater noch lange 'überlebt' und keinen Schaden nimmt, wird es auch nur während der Sommermonate bespielt.

Liebe Grüsse zu Ihnen
Hausfrau Hanna


Anhora hat gesagt…

Solche Ausflüge in die Vergangenheit sind doch immer eine Bereicherung! Und tatsächlich - mir geht auch das Königspaar durch den Sinn, das nicht nur im Theatersaal, sondern ein Leben lang exponiert ist. Was das wohl mit einem Menschen macht?

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Ich mag diese Zeitreisen auch,
liebe Anhora,
vor allem, wenn sie mit soviel Gespür, Humor und Können begleitet werden, wie das Nina tat:)
Deine Frage habe ich mir auch gestellt.
Wiegen die Privilegien, die man als Monarch/Monarchin hat all die die Einschränkungen auf?
Und wie frei kann man sein in dem ganzen vorgegebenen Protokoll, dem eng gesteckten Raum, den vielen Menschen rundum.

Meins wär's nicht - und ist es zum Glück auch nicht...

Herzlices Grüssle über die Grenze
Hausfrau Hanna

Anhora hat gesagt…

Wenn ich tagein, tagaus unter Beobachtung stünde wie früher die Herrscher - ich glaube ich würde meine Persönlichkeit verlieren. Man ist ja dann nur noch die Person, die erwartet wird, also in den meisten Fällen - wie in dem Theatersaal - die mächtige Herrscherin. Wo bleiben da die stillen Minuten der Innenschau, um mal nach dem Herz zu sehen, was das so macht?
Aber wie du sagst: Wir müssen zum Glück nicht so leben.
Zufriedenes Grüßle und dir einen schönen Tag!
Anhora

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Ecken und Kanten,
liebe Anhora,
werden wohl in solchen ' Positionen' abgeschliffen oder gehen ganz verloren...
Naja.
Die schwedische Königsfamilie konnte sich wohl Inseln der Ruhe und des AbseitsvonallemRummelund Getöse schaffen, weil es sehr viel Natur und Raum gibt.

Bleiben wir so, wie wir sind!
Meint Hausfrau Hanna und schickt dir ein nettes (!), freundliches (!), liebes (!) Grüssle über die Grenze:)